Es geht nicht darum die Zeit zurück zu drehen - es geht um lernen und lehren

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!" (Matthäus 28, 19-20a)

Jesus gibt seinen Jüngern und damit auch uns den Auftrag Jünger zu machen. Dazu muss es zwei Gruppen geben:

  1. die, die Jünger sein wollen und
  2. die, die Jünger machen wollen.

Aber wie geht Jünger werden und Jünger machen? Zu diesen beiden Fragen mache ich mir gerade für meine Predigt am 11.07. einige Gedanken.


Was denkst Du: Wie geht Jünger werden und machen?

Die Predigt zum Nachhören ist HIER zu finden.

Kommentare  

Das Christusforum hat am 8. Juli eine Buchempfehlung zum Thema Jünger werden veröffentlicht.
christusforum.de/.../...
Hallo Stefan,
wenn man davon ausgeht, dass man definieren kann, wann man Lehrer ist und wann nicht, dann stimme ich dir auch zu. Bleibt die Frage, ob diese Voraussetzung erfüllt ist und was Lehre bedeutet.

Nach meiner Beobachtung ist es oft so: Wenn sich jemand als Christ bezeichnet, steht er mit seinem Tun und Lassen für diese Gruppe.

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist in einem afrikanischen Sprichwort gut zusammengefasst: „Das, was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst.“
Hallo Maria,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist so gut wie eine Zusammenfassung meiner Predigt. Es ist nicht ganz eine Predigtreihe aber die Aspekte aus „Es ist schon alles vorbereitet!“, „Wer Ohren hat, der höre“ und jetzt „Jünger werden“ bauen auch in meinen Augen bzw. in meinem Kopf aufeinander auf.

Im dritten Teil meiner Predigt möchte ich genau auf das Begleiten von Christen eingehen. Es ist wichtig Menschen auf ihrem Weg mit Gott in sein eigenes Leben hinein schauen zu lassen. Aber das ist ein Punkt, der mir sehr schwerfällt. Ich predige also zu mir selbst.

Bei Deiner letzten Anmerkung gehe ich nicht ganz mit. Aus meiner Sicht sind alle Christen ihr ganzes Leben lang Schüler. Aber sie sind nicht immer auch Lehrer. Das Lehrer sein, also Jünger machen (wenn wir das überhaupt selber machen können) hat nach meinem Verständnis bestimmte Zeiten im Leben.
... und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe - Eine gute Brücke zur letzten Predigt: Ist das, was wir hören, gleich dem, was Gott gesagt hat - bzw. passend in diesem Kontext Jesus geboten hat?

Da steht: "... lehrt sie, alles zu befolgen ..." und nicht: "... lehrt sie, was sie zu befolgen haben ..." aus meiner Sicht also ein begleitender Prozess im Befolgen, keine theoretische Vermittlung sondern Praxis. Beispiel (Mt 5,14): "So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."

Die zwei Gruppen sind meiner Meinung nach identisch:
Zum einen ist jeder Lehrende immer auch noch Lernender darin, was Jesus geboten hat. Inwieweit der Stoff verstanden wurde, zeigt sich daran, ob er gut weitergegeben wird ;-)
Andrerseits ist jeder, der Nachfolgen will, gerufen, selbst den Auftrag zu leben.

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