Der aktuelle Arbeitstitel der Predigt am 28.02.2021 von Stefan ist „Es ist schon alles vorbereitet!“

Ich denke unter diesem Titel darüber nach, dass Jesus schon dort ist, wo ich hinkommen werde und er dort schon alles vorbereitet hat – für mich und Dich. Mir sind drei Begebenheiten aus dem neuen Testament dazu eingefallen.

  1. Jesu Einzug in Jerusalem (Matthäus 21)
    1 Als sie nun in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir!
  2. Jesus am See von Tiberias (Johannes 21)
    4 Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. 5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.
  3. Der Hauptmann Kornelius (Apostelgeschichte 10)
    11 Petrus sah den Himmel aufgetan und ein Gefäß herabkommen wie ein großes leinenes Tuch, an vier Zipfeln niedergelassen auf die Erde. 12 Darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. 13 Und es geschah eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! … 34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; 35 sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.

Ich empfinde es als beruhigend, mutmachend und antreibend. Jesus ist schon da und hat schon alles vorbereitet. Häufig weiß ich noch nicht mal wie es morgen weiter gehen soll und dort ist jemand, der überblickt mein ganzes Leben und noch darüber hinaus. Ich möchte Dich ermutigen in den Kommentaren mit mir weiterzudenken.

  1. Wo hat Jesus für Dich schon mal eine Eselin hingestellt oder einen Schwarm Fische zusammengerufen?
  2. Wenn Dich ein Blick in Deine Zukunft beunruhigt, wie kannst Du diese Unruhe Jesus abgeben?
  3. Mit welchen Bibelstellen hat Jesus Deine Meinung geradegerückt, so wie es Petrus passiert ist?
  4. Was ermutigt Dich oder treibt Dich an im Bewusstsein, dass Jesus schon etwas oder jemanden für Dich vorbereitet hat?

Die Predigt zum Nachhören ist HIER zu finden.

Kommentare  

Guten Morgen,
leider kann ich Zitate (noch) nicht so schön formatieren - bin für Hinweise offen ;-)
Zitat Stefan:
"Mein Anliegen ist, jeder kann darauf vertrauen, dass Gott etwas für ihn/sie vorbereitet hat. Wir müssen dafür lernen auf Gott zu hören, um es zu erkennen, was es ist"
Naheliegendes nächstes Thema ist demzufolge doch das "Hören auf Gott"
zitiere Maria:
... Ein anderer Ansatz...

Hallo Maria, vielen Dank für Deinen anderen Ansatz der Betrachtung von Petrus. Ich wollte in der Predigt weder Kornelius noch Petrus höher stellen oder besser aussehen lassen. Mein Anliegen ist, jeder kann darauf vertrauen, dass Gott etwas für ihn/sie vorbereitet hat. Wir müssen dafür lernen auf Gott zu hören, um es zu erkennen, was es ist. Dann können wir seine vorbereiteten Wege gehen. Mal ist dann notwendig den inneren Schweinehund zu überwinden, mal über den Schatten zu springen und mal können wir einfach tun, was Gott uns schenkt.
Danke für die Predigt. Sie beschäftigt mich weiter:
Man ist geneigt, Kornelius als Vorbild und Petrus als etwas sperrig und langsam im Verstehen zu sehen.

Ein anderer Ansatz: Petrus ist an einem anderen Punkt im Leben. Er hatte auch die Phase: Na klar, dann mach ich das sofort. Ich behaupte, dass das sogar sein "Markenzeichen" war. Er hat allerdings Erfahrungen damit gesammelt, die ihn Vorsicht lehren (Bsp. »Und wenn ich mit dir sterben müsste – ich werde dich niemals verleugnen!« Mt. 26,35 oder "Aber Jesus wandte sich um und sagte zu Petrus: »Geh weg von mir, Satan! Du willst mich zu Fall bringen. Was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich!« Mt 16,23). Deswegen zeugt es von Weisheit, wenn er nun die Sache so angeht: Da ist die Botschaft durch die Vision und andrerseits das Gesetz der Juden. Im Zweifel wertet er die Vision höher. Konsequent geht er mit den Boten mit. Um die letzten Zweifel auszuräumen, lässt er sich die Motivation des Gegenübers erzählen. Das Gesamtpaket nimmt er als Bestätigung.
Dann verlangt die Situation von ihm auch nicht, dass er über seinen Schatten springt, sondern er hat nun eine Sicherheit über dem Ganzen und weiss, dass alles vorbereitet ist ;-)
Vielleicht kann er sich die Zweifel deswegen leisten, weil er weiss, dass Gott ihn im Falle eines Irrtums wieder da abholt, wo er gerade ist. So hat er ja in seinem Leben Gottes Herz immer mehr kennenlernen dürfen.

Angeregt durch "I’m thankful for the scars cause’ without them I wouldn’t know Your heart" und "These wounds are a story you'll use" aus dem Lied "scars" von I am they
www.youtube.com/watch?v=OqjGT9BSyJA
Der Predigt-Dialog ist ja eher fast zu meinem eigenen Dialog geworden. Trotzdem möchte ich zwei Texte teilen, die mir in den vergangenen Tagen begegnet sind:
vatican.va/.../...
hansjoachimeckstein.com/.../...
Für mich sind sie wertvoll geworden. Ich musste sie nicht suchen. Ich sehe sie als etwas, was für mich vorbereitet wurde und als Ermutigung und Antrieb.
Zitat Reinhold aus dem Predigt-Dialog: Thema für mich, das bereits Vorbereitete zu erkennen. Da möchte ich auch weiterkommen.

OK - daran, ob es mir bei Dingen gut oder nicht gut geht, kann ich nicht wirklich festmachen, ob es sich um die guten Werke handelt, die Gott vorbereitet hat. Es gibt sowohl, als auch.
An was kann ich mich dann orientieren, wenn ich das Vorbereitete erkennen will?

Diese Frage mit hineingenommen in 2. Petrus 1 ergibt für mich grob zusammengefasst:

Was mir geschenkt ist, ist Gottes Güte. Ich bin reingewaschen von Sünde.
Damit ist mir ein neues Leben geschenkt, in dem ich mich hin zu mehr Charakterfestigkeit, ´geistlicher` Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Standhaftigkeit, Ehrfurcht vor Gott, Liebe zu den Glaubensgeschwistern und darüber hinaus Liebe ´zu allen Menschen`. verändern kann. Dabei bauen die einzelnen Schritte aufeinander auf. Oberstes Ziel oder Merkmal ist demnach die Liebe: zu Gott, den Glaubensgeschwistern und letztlich zu allen Menschen.

Erkenne ich also die vorbereiteten Werke daran, wiewiel Liebe dabei sichtbar wird?
Unter dem folgenden Link gibt es einen Artikel, dessen Überschrift ich spannend finde:
sz-magazin.sueddeutsche.de/.../...
"Lieben ist, wenn du eigentlich nur geben möchtest" - Die Bestsellerautorin Connie-Palmen hat die Liebe ihr Leben lang ausgekundschaftet. Ein Gespräch über den Stand ihrer Forschung.
Leider habe ich derzeit keinen Zugang zum Artikel, klingt aber sehr ähnlich zu 1. Korinter 13,4-8.

Ich freue mich über weitere Gedankenanstöße. Vielen Dank für den Predigt-Dialog!
Ich habe mich oft an dem Zuspruch festgehalten, dass Gott nach meinem Tod schon alles vorbereitet hat und es auch darum geht, irgendwie hier durchzuhalten. Gerade in meiner/unserer jetzigen Situation ist das immerhin eine Aussicht auf Änderung.
Deine Bibelstellen nennen Situationen im jetzigen Leben, die Gott vorbereitet hat. Im positiven Sinn, tragend und versorgend. Wohltuend.
Und Maria nennt nun auch die Situationen und Lebensspannen, die schwer sind und manchmal unerträglich. Ich überlege nun, ob Gott dies auch für uns vorbereitet hat, um uns spüren zu lassen, dass er das Unerträgliche für uns (mit-)trägt? Genau das nehme ich immer wieder wahr - wenn ich ganz nah zu Gott gehe und mich ihm und der Situation hingebe. Wenn ich meine Ohnmacht anerkenne und Gott lasse; wenn ich mich nur noch für das zuständig fühle, was er mit spürbar zu tun gibt - dann ist sogar in schweren Situationen Freude, Sorglosigkeit und Leichtigkeit möglich. Demut kann so entspannend sein!
Ich habe mittlerweile die Petrus-Briefe gelesen. Mich hat interessiert, was ihm im Leben wichtig geworden ist.
Daher werde ich euch immer wieder an diese Dinge erinnern, auch wenn ihr sie bereits kennt und fest auf dem Boden der Wahrheit steht, die euch verkündet wurde. Aber ich halte es für richtig, euch das alles ins Gedächtnis zu rufen und euch auf diese Weise immer wieder wachzurütteln, ... (2. Petrus 1,12)
=> ... immer wieder wachgerüttelt werden, obwohl ich Sachen weiß und fest auf dem Boden stehe ... - Dieser Ansatz ist interessant. Tendenziell reagiert man ja eher mit "Weiß ich schon, kann ich schon, hab ich schon ..."
Hallo Maria, vielen Dank für Deinen Kommentar. In meiner Predigt wird es auch um ungewisse Wege und verändertes Denken gehen. Es ist nicht immer die Sahnehaube.
"Es ist schon alles vorbereitet" - Der Titel gefällt mir. Das klingt wie: "Ich stehe von meinem Sessel auf und gehe zum Esstisch, wo schon alles vorbereitet ist." So habe ich lange Zeit Glauben verstanden: Zu meinem sowieso schon recht komfortablen Leben kommt ein Sahnehäubchen Glauben oben drauf und es wird noch schöner.
Aber dann kommen die Bibelstellen, die Stefan ausgewählt hat. Wirken im ersten Moment noch passend zu meiner Vorstellung. Dann lese ich und mir wird klar, dass die Eselin, die da bereit stand, für eine Etappe vorgesehen war, die eingerahmt ist voher mit Leidensankündigungen und nachher mit den angekündigten Leiden. Das ist von daher noch zu ertragen, denn das war ja - Glück für uns - die Aufgabe von Jesus und ist nun schon erledigt.
Die nächste Stelle: Erfolglose Nacht, Jesus kommt dazu und der Überfluss ist da - das passt wieder. Nur lese ich ein Stück weiter, wo Jesus mit Petrus redet (Joh 21,18-19): "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: ... ein anderer wird dich ... führen, wo du nicht hinwillst. Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!"
Ist das auch eine Art von Zurechtrücken - Weg vom "Es-wird-immer-noch-besser-Glauben" hin zu "Kann auch sein, dass es weh tut."?
Praktisch gab es für mich ein sehr schmerzhaftes Erlebnis, in das hinein ein Regenbogen kam. Wenige Tage zuvor hatte ich eine Mail erhalten, in der dieser Satz stand:
"... bei mir war es ein Regenbogen, der letzten Montag für mich auf dem Weg zur Arbeit vor mir stand. Gott hat mir schon häufiger die Botschaft geschickt "Ich habe alles in der Hand!"
Es hat sich dann sehr vorbereitet angefühlt und Kraft gegeben, sich der Situation neu zu stellen.
zitiere Reinhold Hauser:
... Eph2, 10 (NGÜ) ...
Interessant und eine neue Erkenntnis für mich: Gott hat die guten Werke für mich schon vorbereitet, mit denen er durch mich wirken möchte...

Vielen Dank für den Vers, Reinhold. Das könnte ein guter Abschluss-Vers für meine Predigt werden. Und in der Vorbereitung der Predigt hat mich auch begeistert, dass Gott nicht nur mich vorbereitet, sondern auch mein ganzes Umfeld (Personen, Situationen, Ressourcen, …)

zitiere Reinhold Hauser:
Thema für mich, das bereits Vorbereitete zu erkennen.
Diesen Aspekt habe ich noch nicht in der Predigt. Mal sehen, was noch passiert.

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