die enge Pforte

Das Thema der Männerfreizeit 2021.

Während der diesjährigen Männerfreizeit haben wir uns die enge Pforte angeschaut. Bei meinen Überlegungen in der Zeit vor der Männerfreizeit und auch während der Männerfreizeit ist in meinem Kopf ein Bild entstanden. Viele Aspekte der engen Pforte, die wir besprochen haben, konnte ich in mein Bild einfügen.

  1. Was für ein Bild entsteht in Deinem Kopf, wenn Du an die enge Pforte denkst?
  2. Was sind Deine Gedanken zu diesen Versen?

Matthäus 7, 13 & 14:

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!

Die Predigt zum Nachhören ist HIER zu finden.

Kommentare  

Hallo Stefan,
vielen Dank für die Zeit, die du dir für die Antwort genommen hast.

Ein Punkt beschäftigt mich besonders: Chronische Herzverhärtung. Wie ist es um unsere Herzen bestellt? Ich würde behaupten, dass der Dialog hier nicht einer von Menschen ist, die ein weiches Herz haben. Da springt jeder auf bestimmte Punkte besonders an, aber meines Erachtens nicht, weil er mit-leidet. Kannst du das auch so sehen?

Wie gehen wir nun damit um? Einfach schlucken? Thema wechseln? Schwamm drüber? Sind das Maßnahmen, ein wirklich weiches Herz zu bekommen?

Ich bin hier in diesen Dialog eingestiegen, weil mich die Aussage von Stefan Langner (11.10.2021) stört: "Es ist bequem und einfach bei der Arbeit über einen wenig beliebten Kollegen oder Vorgesetzten herzuziehen, so wie es vielleicht Viele tun, als sich gegen die Masse zu stellen und ganz unpopulär für sojemanden zu sprechen. Es gäbe dazu noch viele Beispiele " und auch, dass du in der Predigt von Vorbild gesprochen hast, was für mich keine befriedigenden Beispiele beinhaltet. Was mich stört, ist, dass hier ein Bild gezeichnet wurde,
das die Wirklichkeit sehr verklärt.

Später wurde daraus:
Zitat von dir (30.01.2022): "Ich weiß nicht, ob man von außen sehen kann, ob jemand Christ ist."

Zitat von mir (12.12.2021): "In der Bergpredigt und auch bei Stefans Predigt kommen Vergleiche von Salz der Erde, Licht der Welt. Das sind Begriffe, wo man nicht wirklich sagt: "Naja, das ist jetzt von außen nur schwer zu unterscheiden." Hier in den Kommentaren klingt das nach dem Gegenteil. Gibt es vielleicht doch einen Fehler im System, über den man konsequenter nachdenken sollte? "

Ich vertrete hier nicht die These, dass ein Christ unter schwierigen äußeren Umständen zu leiden hat, damit er sich als solcher erweisen kann. Mein Anliegen ist eher ein "Herzensthema": Wie sieht es da drin wirklich aus, denn das ist auch das, was letztendlich draußen sichtbar wird. Und das gilt auch in unserem wohlhabenden Umfeld.

Ps. 25,21: Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sollen mein Schutz sein, ... -> Wie aufrichtig und ehrlich gehen wir mit uns selbst und miteinander um?
Zitate aus meiner letzten Predigt verdeutlichen vielleicht, wie ich denke:
zitiere Psalm 25:
3 Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret; aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.

Keiner wird zuschanden, der auf Gott harrt. Aber leiden macht das Herz weit, indem es ihm die Fähigkeit des Mit-Leidens gibt. Wenn wir für uns selbst zu Gott rufen, werden wir unsere Leidens-Genossen nicht lange vergessen können. Niemand hat solches Mitgefühl für die Armen, wie der, der selbst arm gewesen ist oder es noch ist; niemand hat so herzliches Erbarmen mit den Kranken, als der, der lange Krank war. Wir dürfen über zeitweiliges Trübsal nicht klagen, wenn sie uns vor chronischer Herzverhärtung bewahrt.

zitiere Psalm 25:
13 Der wird im Guten wohnen, und seine Kinder werden das Land besitzen.

Aber unsere Herberge heißt: "Zum Glück". Man kann "im Guten übernachten", auch wenn man wie Jakob nur einen Stein zum Kopfkissen hat, aber über sich der Himmel auftut. Doch mussten schon die Gläubigen zu Zeiten des Alten Testamentes lernen, dass das wahre Glück nicht in den Dingen dieser Erde zu finden ist. Aber schon hier auf der Erde können wir im Guten wohnen, wenn wir durch die Gnade Gottes gelernt haben, dass beides von Gott ist und gut ist: Überfluss zu haben und Mangel zu leiden (Phil. 4,12). Aber das Beste kommt noch, wenn wir unsere irdische Wohnung mit den ewigen Wohnungen im Himmel tauschen.

zitiere Psalm 25:
14 Am Rat des HERRN haben teil, die ihn fürchten; und seinen Bund lässt er sie wissen.

Andere Übersetzungen schreiben hier: Die Freundschaft des Herrn wird denen...(NLB) Das hebräische Wort bezeichnet das vertraute Gespräch, den vertrauten Umgang überhaupt, die innige Gemeinschaft und Freundschaft.
Unsere Weisheit kann es nicht verstehen oder gar begreifen. Nur der Glaube kann es fassen.
Es ist Gottes Liebe, die er im Bund der Gnade an seinem Volk verwirklicht hat. Es ist Gottes Liebe, die ihn zu seiner Erlösungstat getrieben hat. Wir dürfen auf Jesu Kreuz schauen und wissen, dass Gott seinen Bund hält.

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Ich weiß nicht, ob man von außen sehen kann, ob jemand Christ ist. Ich weiß auch nicht, ob man es immer an seinem Handeln sehen kann. Ich weiß nur für mich, Gott wird mich nicht zuschanden werden lassen. Er steht zu mir egal ob es mir gut geht oder ob ich leide. Wenn ich leide, wird auch dies ein Gutes für mich haben.
Wir leben hier im Guten oder im Glück. Das darf ich auch genießen, denn es ist von Gott geschenkt. Ich muss nicht nach dem Schlechten suchen, bis es mir schlecht geht. Das ist nicht Gottes-Plan. Es ist Gnade, wenn ich viel habe und es ist auch von Gott, wenn ich Mangel leide. Beides kann ich dankbar aus Gottes-Hand nehmen.
Ich darf hier auf der Erde schon einen vertrauten Umgang mit Gott haben. Ich darf seine Freundschaft genießen und ich freue mich jetzt schon sehr auf die Wohnungen im Himmel, die Jesus für uns bereitet hat.
Mich irriiert "Was denken die Anderen zu dem Thema?" am Ende eines Dialogs???

"Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg" - mit meinen Fragezeichen passe ich da nicht durch. In diesem Sinne lasst es euch gut gehen da drinnen ;-)
Was denken die Anderen zu dem Thema?
Zu Teil 2 :-)
Ja, ich denke dass wir als Christen hier in Deutschland oft zu "klein" beten und viel zu wenig mit Gott rechnen, mit seinem Eingreifen, seiner Veränderungskraft, seinen Möglichkeiten (die ja weit über unser Bitten und Verstehen hinausgehen). Ich denke, es geht uns oft zu gut hier und wir sind tatsächlich oft zu bequem und "eingeschlafen". In einer der letzten Predigten, die ich gehört habe, sagte der Prediger in etwa "ein Christ, der viel leidet, hat viel zu sagen, er leuchtet weithin". (Z.B. hat es eine große Strahlkraft, wenn ein verfolgter Christ seine Feinde lieben und ihnen vergeben kann, dass sie ihm oder seiner Familie Leid angetan haben). Daraufhin stellte der Prediger in etwa die Frage: "Darf Christus uns füllen und zerbrechen, damit wir weithin leuchten?" Diese Frage stelle ich mir auch: Bin ich bereit zu leiden, um Christus zu verherrlichen und eine große Strahlkraft zu haben? Ganz ehrlich: Ich wünsche es mir nicht, Leid zu erfahren. Aber wenn es in Gottes Plan für mein Leben vorkommt, dann möchte ich es annehmen und hoffe, dass er mir hilft, dieses Leid zu ertragen. Solange wünsche ich mir, die guten Werke zu tun, die Gott für mich vorbereitet hat (vgl. Epheser 2,10: "Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.") und dadurch Licht der Welt zu sein (vgl. Matthäus 5,16: "So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen".)

Liebe Grüße, Katharina
Liebe Maria, bitte entschuldige, leider ist es bei mir völlig untergegangen dir hier zu antworten. Nun aber endlich ein Antwortversuch:

Zu deiner Frage bzgl. dem schmalen Weg: Ich denke, in der Predigt war es vielleicht etwas salopp formuliert mit dem "Weg der Spaß/Freude macht und wo am Ende die Fete bei Gott sein wird". Ja, Gott kann uns innere Freude schenken, unabhängig von den äußeren Umständen. Aber dennoch bedeutet der schmale Weg eben oft keine Freude (vor allem für verfolgte Christen in anderen Ländern), sondern im Gegenteil viel Leid. Jesus hat uns auch nie versprochen, dass wir ständig Spaß haben werden, wenn wir mit ihm leben, sondern er hat uns darauf hingewiesen, dass es Leid und Verfolgung bedeuten kann. Aber genau in solchen schwierigen Zeiten ist eine Fokussierung auf die Ewigkeit, auf den Lohn, auf das ewige Leben in Gemeinschaft mit Jesus, das, was uns hilft, durchzuhalten. Bzw. die Leiden bringen uns dazu, mehr auf die Ewigkeit zu schauen und zu hoffen und weniger auf die Vergnügungen der Welt (vgl. auch Römer 5,3-5: "Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, weil wir wissen, daß die Trübsal Standhaftigkeit wirkt; die Standhaftigkeit aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.) Für mich hat die Fokussierung auf die Ewigkeit bzw. das Leben von der Ewigkeit her von daher nichts mit "aus seinen Zielen etwas zu tun und zu erreichen" zu tun.
Hallo,
nach einigen Wochen wollte ich nun gerne fragen, wie das Schweigen zu interpretieren ist, da mein letzter Kommentar auch Fragen enthielt. Es wäre schön, da eine Reaktion zu bekommen.
Viele Grüße
Maria
Teil 2 - für einen Kommentar zu lang ;-)
Dann verwundert mich immer wieder, wie sehr darauf verwiesen wird, dass Handlungsmöglichkeiten darauf beschränkt werden, "so wie ein Mensch auf der Erde es kann". Warum wird dann nicht stärker Bezug genommen auf Mt. 7, 7-8: "Bittet, so wird euch gegeben ...", wie es ja in der Predigt zitiert ist. Oder vielleicht noch deutlicher in Joh 14,12-14: Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun. Denn ich gehe zum Vater, und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart wird. Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet, werde ich es tun.« Starke Zusage. Schade, dass davon nichts nach "Draußen" durchsickert. Scheitert es vielleicht an dem Bitten in Jesu Namen, weil der Fokus auf der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse liegt? Hört es dann auf, dass die Herrlichkeit des Vaters sichtbar werden soll, wenn es doch zu unbequem wird?

In der Bergpredigt und auch bei Stefans Predigt kommen Vergleiche von Salz der Erde, Licht der Welt. Das sind Begriffe, wo man nicht wirklich sagt: "Naja, das ist jetzt von außen nur schwer zu unterscheiden." Hier in den Kommentaren klingt das nach dem Gegenteil. Gibt es vielleicht doch einen Fehler im System, über den man konsequenter nachdenken sollte?
Sehr nett, dass du versuchst, meine Frage zu beantworten.

Meine Absicht war vor allem, dass hier vorgebrachte Vorstellungen überdacht werden.

Mich verwirrt auch trotz deiner Antwort einiges: Hier steht: "Der breite Weg ist oft bequemer". Das kann ich nachvollziehen. Allerdings beschreibt Stefan in seiner Predigt den schmalen Weg dann so: "... ein Weg, der Spaß macht, der Freude macht", der Weg, "wo am Ende das ewige Leben und die Fete bei Gott sein wird" und ich hätte gedacht, dass der Weg zum Leben dem schmalen, unbequemen entspräche. Vielleicht steht das auch nur für die ungemeine Leidensfähigkeit der Christen, was sie für Jesus auf sich nehmen.

So habe ich nun aber noch größere Schwierigkeiten, Unterschiede auszumachen. Wenn als Ziel "das ewige Leben und die Fete bei Gott" angegeben wird, dann würde ich das auch wieder eher einem auf dem breiten Weg zuschreiben. Stefan stellt in der Predigt die Frage, warum man den schmalen Weg einschlagen sollte. Seine Antwort: "Da wird's ne riesen Fete geben." Klingt in meinen Ohren weniger hingegeben, als auch eher nach "aus seinen Zielen etwas zu tun und zu erreichen" (vgl. Kommentar vom 3.12.).
Ich würde mich an dieser Stelle gerne in die Diskussion einklinken und versuchen, eine Antwort auf deine Frage zu finden, liebe Maria.
Ich verstehe es so, dass die Adjektive "bequem" und "unbequem" sich auf den jeweils eingeschlagenen Weg beziehen und nicht auf die Personen, die auf ihm gehen (Christen bzw Nichtchristen). Der breite Weg ist oft bequemer, d.h. es ist einfacher, auf ihm zu gehen, eine Notlüge ist beispielsweise "erlaubt". Der schmale Weg ist manchmal unbequem, weil man beispielsweise auf eine Notlüge verzichtet und die (vielleicht unbequeme) Wahrheit sagt (und z.B. ein Versagen eingesteht und sich entschuldigt). Und weil man oft auch anders handelt als der Großteil der Gesellschaft. Z.B. hält man an seiner Ehe fest, auch wenn es schwierig wird und geht nicht den "einfachen" Weg einer Trennung. In anderen Ländern kann es ja sogar Verfolgung und Tod bedeuten, Jesus nachzufolgen und den schmalen, unbequemen Weg zu gehen.

Aber wie Stefan geschrieben hat, kann man das von außen betrachtet nicht immer am Verhalten ablesen, da es auch unter Nichtchristen Menschen gibt, die sehr viel Gutes tun und christliche Werte vertreten und danach handeln und da leider auch wir Christen immer noch Sünder sind und nicht immer im "Geist" handeln, sondern sehr oft noch fleischlich. Es ist Gnade, wenn Jesus uns verändert und immer mehr die Früchte des Geistes in unserem Leben sichtbar werden und andere dadurch etwas von Jesus in unserem Leben sehen. Das wünsche ich mir für mein Leben, Jesus immer ähnlicher zu werden und seine Liebe, seine Freude, seinen Frieden, seine Sanftmut und seine Geduld auszustrahlen. Dafür muss ich mich aber jeden Tag neu von ihm füllen lassen und mit ihm gemeinsam unterwegs sein auf diesem schmalen Weg, immer hinter ihm her in seinen Fußspuren.

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