Wer Ohren hat, der höre

Predigt von Stefan am 9.5. in Neufahrn und am 30.5. in Erding

Bei einer Paddeltour auf dem Staffelsee hörte ich eine mir bekannte Stimme - Andis-Stimme. Ich hatte Andi mehr als 5 Jahre nicht gesehen, konnte ihn auch jetzt vom Boot aus nicht sehen und doch erkannte ich seine Stimme. Darauf folgte eine riesige Wiedersehensfreude.

Was denkst Du zu den Fragen:

  1. Wieso hören wir Gottes-Stimme nicht oder selten?
  2. Wie spricht Gott in der Bibel zu den Menschen?
  3. Wie können wir Gottes-Stimme hören bzw. erkennen?

Der gute Hirte

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber. Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.

Johannes 10, 1-5

Die Predigt zum Nachhören ist HIER zu finden.

Kommentare  

Hallo Monika, hallo Stefan,
bin zwar spät dran, aber wollte euch mitteilen, dass ich eure Beiträge sehr ermutigend empfand. Ich selber merke Hinweise von Gott, die dann genau in meine Lebenssituation passen, bei Predigten, Bibellesen und bei Gesprächen, besonders mit Christen. Bekomme dann oft die Antwort, nach der ich suchte.
Noch ein schönes Wochenende
Hallo Monika,
vielen Dank für Deine offenen Worte und speziell den Gedanken mit Papier und Stift mit Gott zu reden. Ich selbst schreibe Gott nicht, habe aber schon von ein paar Personen gehört, die in dieser Form beten bzw. mit Gott reden. Ich empfinde Deine sehr persönliche Beziehung zu Gott als sehr ermutigend.
Ich gehe mit Gott spazieren (kleiner Spoiler auf meine Predigt). Wenn ich auf den Feldern oder in den Wäldern von Kirchasch unterwegs bin, fällt mir das Reden mit Gott leichter. Ich kann einen Schritt vor den anderen machen und dabei mit Gott in den Dialog gehen.
Aktuell lese ich gerade zum zweiten Mal die komplette Bibel. Es gibt Kapitel und auch ganze Bücher, bei denen es mir schwer fällt weiterzulesen. Aber Gott hat auch beim reinen Lesen der Bibel schon zu mir ganz persönlich gesprochen.
Wichtig ist vor allem das aufmerksame Hinhören und Hinfühlen. Mir Zeit nehmen. Und dabei nicht nur Gott zutexten mit Wünschen und Lobpreis und Danken, und "Herr...Herr....", sondern miteinander reden wie mit einem Menschen. Etwas erzählen oder fragen und dann den Nachhall in mir hören. Gott spricht oft in meine Gedanken hinein. Dazu muss ich ihm aber den Raum geben.
Am allerdeutlichsten aber redet Gott mit mir, wenn ich Papier und einen Stift zur Hand habe. Ich schreibe meine Frage auf oder klage mein Leid, indem ich es aufschreibe und dann kommen oft Antworten, während ich schreibe. Wort für Wort. Satz für Satz. Sehr lebendig, erfrischend, humorvoll, weise. Und oft rückt er mir auch den Kopf zurecht. Da entstehen manchmal richtige Dialoge zwischen Gott und mir.

Was ich noch nie erlebt habe, ist, dass Gott zu mir über die Bibel spricht. Ehrlich gesagt langweilt mich Bibel lesen oft, da springt kein Funke über. Mir begegnen eher treffende Bibelverse in einem Kalenderblatt oder einem Text oder einer Predigt oder einem Lied, aber so gut wie nie, wenn ich die Bibel nehme und darin lese. Ich kann mir auch einfach keine Bibelverse merken...

Und da taucht bei mir die vierte Frage auf, die oben nicht gestellt wurde, die mich aber persönlich sehr interessieren würde:
Wie hört Ihr Gottes Stimme? Wo trifft er euch in euren Herzen? Wo rüttelt er an euch? Wie stutzt er euch zurecht? Wie tröstet er euch?
Welche Bilder tauchen in euch auf? Hat ihr auch Spaß mit Gott? Lacht ihr mit ihm?

Ich kann z.B. bei Gott auf den Schoß krabbeln, mich in seine Arme kuscheln und dann schweigen wir zusammen und alles ist gut. Auch wenn außen in dieser Welt gar nix gut ist. Und irgendwann krabbel ich wieder runter und der Alltag geht weiter.
Ich habe auch schon mit Jesus getanzt. Wir hatten richtig Spaß miteinander.

Während ich das so schreibe - wissend, dass andere es lesen werden - frag ich mich, wie das bei euch ankommt. Bin ich komisch, oder erlebt ihr Gott und Jesus und den Heiligen Geist auch auf ganz individuelle Weise. Der Heilige Geist heißt bei mir übrigens der "In-Mir" :-)

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren